Wirken des „Freundeskreis Burg Kriebstein e.V."

Die Mitglieder des Freundeskreises haben bereits seit 1982, vor der Gründung des Fördervereins am 26. Januar 1991, auf der Burg Kriebstein gearbeitet. Damals haben sie damit begonnen den Burgbrunnen ausgegraben und Teile der Burg, aufgrund ihres schlechten Erhaltungszustandes, zu reparieren.
Zu den Aufgaben des 1991 gegründeten Fördervereins zählen die Erhaltung, Erforschung und Verbesserung des Zustandes der Burg Kriebstein. Da der gemeinnützige Verein Fördermittel bekam wurden in den Anfangsjahren große Burgfeste und Veranstaltungen eigens organisiert. Die Bereiche Kunst, Kultur und Volksbildung wurden damit gefördert.

Zu den Hauptschwerpunkten der Freundeskreisarbeit zählten bisher:

 

seit 2008
Herrenhaus des Ritterguts der Burg Kriebstein

 Herrenhaus des Ritterguts der Burg Kriebstein

Seit 2008 hat sich der Freundeskreis zur Aufgabe gemacht, dass denkmalgeschützte Rittergut-Herrenhauses Kriebstein, welches ein paar Gehminuten oberhalb der Burganlage gelegen ist, zu erhalten. Es handelt sich um ein dreigeschossiges Gebäude mit einer Fläche von rund 900m², was sich in einem restaurierungsbedürftigen, aber guten Bauzustand befindet. Einst ein Rittergut und nun ungenutzt und leerstehend ist es dem sicheren Verfall ausgeliefert.

In mehreren großen Entrümpelungsaktionen hat der Freundeskreis 2008 und 2009 bereits einen großen Teil des historischen Kerns im Gebäude freigelegt. Um dem Verfall weiter vorzubeugen, wurde das Dach notdürftig mit einer Plane zugedeckt und defekte Fenster mit Hilfsmitteln verschlossen.

Mit dieser Aktion strebt der Freundeskreis die Rekonstruktion des Ritterguts und Herrenhaus auf historisch belegten Grundlagen an.

Das Gebäude ist nicht nur geschichtlich mit der Burg verbunden, sondern bietet auch die dringlich von der Burg benötigten Lagermöglichkeiten und Parkflächen. Unsere Bemühungen um die Rückerlangung eines wichtigen historischen Teils für die Burg Kriebstein sind auch heute noch nicht abgeschlossen.

 

2008
Historischer Weinberg vor der Burg

 Historischer Weinberg vor der Burg

Im Jahr 2008 haben die Mitglieder des Freundeskreises in einem Arbeitseinsatz mit der Wiederanlage des historischen Weinberges begonnen. Hierzu musste der Burghang im Halsgraben der Burg zunächst von Wildwuchs befreit und entsprechend befestigt werden. Nach der Bepflanzung tragen die Rebstöcke nunmehr auch erste Trauben. Der Weinberg ist heute wieder historischer Bestandteil der Burg Kriebstein.

 

2007
Bauschadenanalyse an der Burgfassade

 Bauschadenanalyse an der Burgfassade

Durch Bausachverständige - Mitglieder des Freundeskreises - konnte 2007 eine Bauschadensanalyse mittels Abseiltechnik an der Burgfassade durchgeführt werden. Hierdurch wurde der Burg und dem Freistaat Sachsen ein finanziell und materiell aufwändiger Gerüsteinsatz erspart.

 

2006-2007
Freundeskreiskalender

 Freundeskreiskalender mit historischen Ansichten der Burg Kriebstein

Der Freundeskreis Burg Kriebstein hat im Jahr 2007 einen Kalender mit 12 historischen Ansichten der Burg Kriebstein herausgegeben. Mit diesem Kalender wurde der Bekanntheitsgrad der Burg erhöht

 

2004
Werbung für die Burg Kriebstein

 Werbung für die Burg Kriebstein auf einen LKW-Kofferaufbau der Firma Petran (2,40 x 7,00 m)

Die Burg Kriebstein konnte die finanziellen Mittel für eine LKW-Werbung nicht aufbringen. Diese Werbemaßnahme war für die Burg Kriebstein von großer Wichtigkeit. Vor diesem Hintergrund nahm der Freundeskreis mit Herrn Andreas Teuchner, von der Firma Schreiber & Teuchner, Kontakt auf, um nach einer möglichen Lösung für Umsetzung der notwendigen Werbemaßnahme zu suchen. Die Firma Schreiber & Teuchner erklärte sich bereit, den Entwurf für die Werbefläche kostenlos zur Verfügung zu stellen und nahm die Aufmalung der Werbung vor. Der Freundeskreis hat diese Leistung, nach einem Vorstandsbeschluss, nachträglich bezahlt. Durch dieses Entgegenkommen konnte die Werbungmaßnahme letztlich finanziert und realisiert werden.

 

2002
Bernhardi – Chronik

 Bernhardi – Chronik

Die Bernhardi – Chronik ist seit dem Mitte April 2002 fertiggestellt. Hartmut Simmert und Herr Schicker haben viel Aufwand und Zeit investiert, um die Chronik der Öffentlichkeit zu präsentieren. Dabei haben sie die Orginalhandschrift mit einer digitalen Kamera aufgenommen und auf eine CD gepresst.

Zur Erläuterung:
Die Bernhardi – Chronik stammt aus dem Jahr 1772 und wurde handschriftlich verfasst. Für den heutigen Menschen ist sie erst nach einer längeren Phase des Übens lesbar. Die Eheleute Weißling aus Waldheim - sie gehören zum Kreis der Heimatfreunde - haben sich daran gemacht, diese Chronik, in mühevoller Kleinarbeit, zu übersetzen. Damit war wertvolle Chronik für viele nutzbar und es wurde an eine Herausgabe gedacht. Es wurden 1000 Exemplare der Chronik gedruckt. Davon erhielt der Freundeskreis 400 Exemplare, die er für 10,00 EUR pro Stück veräußern kann. Herausgeber: Freundeskreis Burg Kriebstein

 

2000
Sonnenuhren und Turmuhr am Torhaus

Sonnenuhren und Turmuhr am Torhaus

Die ursprüngliche Räderuhr vom Torhaus aus der Zeit um 1700 befindet sich jetzt im Museum. Diese wurde ersetzt durch ein modernes Uhrwerk mit Glocke. Schlagwerk und Glocke wurden mit Spendenmitteln vom Freundeskreis Burg Kriebstein realisiert. Eine der beiden Sonnenuhren wurde weitestgehend, durch eine Spende des Ehrenmitgliedes Erik von Arnim und durch die Firma Schreiber & Teuchner, wiederhergestellt.

Im Oktober 2000 fand die feierliche Einweihung beider Uhren statt, wobei die Glockenweihe den Mittelpunkt darstellte.

1999
Wiedererrichtung des Kamins im Großen Festsaal

Wiedererrichtung des Kamins im Großen Festsaal der Burg Kriebstein

Der Kamin wurde 1954, im Rahmen des Nationalen Aufbauwerkes (NAW) abgerissen und die schweren Porphyrsteine in der Remise im Hofbereich gelagert. Eine große Schwierigkeit bestand darin, die zentnerschweren Steine wieder in den Festsaal zu bringen. Ein Einsatz von Technik mit einem Kran war nicht möglich.

Wie im Mittelalter beförderten die Freundeskreismitglieder die schweren Steine in den Festsaal. Die Abdeckplatte des Kamins hatte ein derart großes Gewicht, dass es erst Mitgliedern der Karate-Schotokan-Akademie gelungen ist, diese in den Großen Festsaal zu bringen. Der Kamin wurde auf der Grundlage von alten Zeichnungen und Fotografien funktionstüchtig wieder aufgebaut. Aus Spendenmitteln des Fördervereins wurde der Aufbau des Kamins im Jahr 1999 bezahlt.

1981-1989
Die Ausgrabung des Burgbrunnens

Die Ausgrabung des Burgbrunnens

Der Burgbrunnen wurde 1981 völlig mit Bauschutt zugeschüttet und innerhalb des Wirtschaftsflügels wiederentdeckt.
Mit einfachen technischen Hilfsmitteln begann zuerst der damalige Jugendclub der Burg Kriebstein den Burgbrunnen eimerweise auszuheben. Dann huben die sogenannten „Freunde der Burg Kriebstein“ den Brunneen bis zu einer Tiefe von 11 Metern aus.
Der Mangel an Erfahrung, fehlende Technik und Sicherheitsprobleme ließen 1995 die Arbeiten zum Erliegen kommen.
Erst durch den Kontakt mit der Fachgruppe „Höhlen- und Karstforschung Dresden e. V.“; deren damaliger Vorsitzender Bernd Wutzig war, gelang es die Arbeiten am Burgbrunnen weiterzuführen.
Den Mitgliedern der Fachgruppe ist es in vierjähriger zäher Arbeit gelungen, den Burgbrunnen vollständig bis zu einer Tiefe von 36,05 Metern auszugraben.

An dieser Stelle einige wichtige Daten:
Die Fachgruppe Höhlen-und Karstforschung e. V. führten 31 Arbeitseinsätze durch. Während dieser Einsätze wurden 4.680 ehrenamtliche Stunden geleistet. Es wurde eine Wassermenge von 680 m² und eine Schuttmenge von 140 m² bewegt.
Bei der Brunnenausgrabung handelte es sich um eine wissenschaftliche Grabung, die vom Landesamt für Archäologie und Vorgeschichte ständig betreut wurde.
Die Fachgruppe „Höhlen-und Karstforschung Dresden e. V.“ zählt mit zu den Gründungsmitgliedern unseres Freundeskreises. Hierbei entstand eine museale Präsentation über die Brunnenbefahrung, welche von Hartmut Simmert erstellt wurde und heute noch im Brunnenhaus ausgestrahlt wird. Die Ausstellung wurde Ostern 1998 eröffnet.
Die Burg Kriebstein besitzt einen festen Stamm von Freunden. Sie sind ständig einsatzbereit und übernehmen selbst extrem schwierige Aufgaben mit Vorliebe.